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Wenn man Blumen abschneidet, aus ihrem natürlichen Umfeld
entfernt und in eine Vase stellt, dann ist diese Blume keineswegs
"gestorben". Sie wird allerdings viel schneller welken als sie es unter
natürlichen Bedingungen in der Erde getan hätte.
Das möchte man natürlich lieber verhindern, wenigstens aber den Welkprozess
so lange es geht, hinauszögern. Je nach Sorte kann man viele Tage Freude an
seinem Blumenstrauß haben, wenn man die richtigen Pflegetipps und -tricks
kennt.
Eines weiß fast jedes Kind: Blumen müssen angeschnitten werden, bevor sie in
die Vase kommen. Auch wenn zwischen dem Kauf und dem Befüllen der Vase nur
eine halbe Stunde liegt: die Blumenstiele müssen unbedingt angeschnitten
werden. Nicht abgerissen, nicht abgeknickt, sondern mit einem - sauberen! -
scharfen Messer schräg angeschnitten. Dabei kann man den Stiel ruhig um 1
bis 2 cm kürzen.
Die Blumen kommen dann in eine Vase, die gründlich gespült wurde und nicht
Reste vom Vorgängerstrauß noch in sich trägt. Die Größe der Vase sollte dem
Strauß angemessen sein. Die Blumen dürfen weder bis zum Hals im Wasser
stehen, noch sollten sie sich so drängeln müssen, dass die Hälfte gar kein
Wasser abbekommt. In die saubere Vase füllt man dann Wasser, das weder zu
warm noch zu kalt ist. In zu warmem Wasser blühen die Blüten zu schnell auf
- und verblühen auch entsprechend schnell. Es ist übrigens nicht ratsam,
Zucker ins Blumenwasser zu streuen. Besser ist eine spezielle Blumennahrung
in Pulverform, die man häufig zusammen mit dem Strauß bekommt. Die
Haltbarkeit der Blumen verlängert sich entscheidend, wenn man direkt am
Anfang das Nährmittel ins Wasser gibt. Eine andere Methode verlängert die
Haltbarkeit des Blumenstraußes ebenfalls deutlich, ist aber zugegebenermaßen
etwas aufwändiger: die Stiele werden "gekocht", das heißt kurz in kochendes
Wasser getaucht. Dadurch werden Keime abgetötet, Luft aus den Bahnen der
Pflanze beseitigt und das Stielende übernimmt die Funktion eines Schwammes.
Besonders bei Rosen oder Blumen mit holzigen Stielen ist diese Methode sehr
erfolgreich.
Wichtig ist den Blumen immer, dass das Wasser sauber bleibt. Auf jeden Fall
sollten tief unten am Stiel sitzende Blätter entfernt werden. Diese Blätter,
oder auch dünne Nebenstiele, würden sonst im Wasser stehen, zum Teil sogar
komplett unter Wasser. Dort faulen sie und der Strauß wird dadurch schneller
welk. Dasselbe gilt für abgefallene Blüten oder Blütenblätter. Wenn sie im
Vasenwasser schwimmen, faulen sie und verderben so die Nahrungsquelle der
Blumen.
Blumenwasser wird natürlich regelmäßig gewechselt, aber nicht unbedingt
täglich. Es hängt von der Sorte ab, ob frisches Wasser zum bestehenden
Wasservorrat hinzugegossen werden soll oder ob das Wasser ausgetauscht wird.
Wasser und Nährstoffe sind die wichtigsten Faktoren für eine möglichst lange
Lebensdauer von Schnittblumen. Außerdem spielt der Standort der Vase eine
Rolle. Zum einen sollten die Blumen nicht in der prallen Sonne, schon gar
nicht in einem sonnigen Fenster stehen. Je wärmer es ist, um so mehr Wasser
verdunstet. Und nicht nur das. Wärme macht Blumen immer sehr zu schaffen,
sie werden schlapp und welken schnell. Weiterhin sollten Blumen und
Obstschalen nicht zu dicht beieinander stehen, denn reifendes Obst gibt
Äthylen ab und das wiederum fördert den Alterungsprozess der Blumen.

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